Süßwasser-Zuchtperlen

 Formen und Farbenvielfalt

Farbe: Weiß, rosé, flieder, lavendel, apricot mit verschiedenen Übertönen
Größe: Von 1 bis ca. 14 mm
Form: Rund, barockartig, barock, tropfenförmig und Keshi
Schichtstärke: Starke Schichte falls Kern beschichtet; ohne Kern aus reiner Schichte
Lüster/Orient: Mondscheinartig weiß, Farbnuancen in rosé bis rosa, gelb bis orange und violett
Zuchtgebiete: China, Japan und USA

Allgemein
Süßwasserperlen sind die meist verkaufte Perlenart. Ihre einzigartigen Formen und ihr großes Angebot an verschiedenen Farbschattierungen, verbunden mit ihren attraktiven Preisen und charmanten Charakter, machen sie zum Liebling unter Schmuck-Designern, Kunden, und Perlenkennern gleichermaßen. In erster Linie kommen Süßwasser-Zuchtperlen heute aus China. Ursprünglich waren sie alle barockartig. Die letzten Produktionen sind bereits vollkommen rund und sind vom Aussehen her schon sehr schwer von Akoya Perlen zu unterscheiden. D.h. es gibt bereits runde Zuchtperlen ohne Kern. Im Bereich Süßwasser Zuchtperlen beherrschen die chinesischen Züchter den Weltmarkt. Süßwasserperlen sind am besten für ihre Vielfalt an Formen und dem großen Angebot an Größen und Farben bekannt. Den einzigartigen Charakter einer Süßwasserperle erkennt man in ihrer samtenen Oberflächentextur und der Wärme ihres Lüsters.
Der Lüster einer Süßwasserperle reicht allerdings normalerweise nicht and den Glanz einer Akoya-Perle und deshalb werden Süßwasserperlen auch auf getrennten Qualitätsskalen bewertet. Ein einzelnes Süßwasserweichtier ist dazu fähig, bis zu 50 Perlen auf einmal zu erzeugen, obwohl die gegenwärtige Produktion jeder Muschel auf ca. 24-32 Perlen beschränkt ist. Süßwasserperlen sind normalerweise Gewebe-Implantiert, was bedeutet, dass sie völlig aus Perlmutt zusammengesetzt werden. Unter den verschiedenen Perlenarten werden Süßwasserperlen für ihre Beständigkeit, ihre Vielfalt und Wärme des Lüsters, und vor allem, für ihre günstiegn Preise geschätzt.

Geschichte der Süßwasser-Perlenzucht
Süßwasserzuchtperlen haben eine sehr lange Tradition. Schon bereits 100 v.Chr. wurden in China mit Perlmutt überzogene Buddha-Figuren gefunden. Es dauerte jedoch sehr lange, bis man von einer umfangreichen Süßwasserzuchtperl-Produktion sprechen konnte.
Ein richtiger Durchbruch der kernlosen Zuchtperlen aus Japan, aus dem bekannten Biwa-See, kam erst in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. "Biwa-Perlen", ein Begriff, der zum Markenname wurde, zeichnen sich durch einen samtenen Lüster und warme Farben wie sehr helles Creme, Ocker und Grau aus. Zudem gab es eine unglaublich große Formenvielfalt durch die Vorgabe von Motiven bis hin zu japanischen Schriftzeichen. Die Zuchtperlproduktion in der "Hyriopsis Schlegeli" währte jedoch nicht lange. Vor allem Umweltverschmutzung brachte die Produktion ca.1985 zum erliegen. Die japanischen kernlosen Süßwasser-Zuchtperlen wurden von den chinesischen abgelöst. Erste erfolgreiche Produktionen gab es erst 1972 in China. In den Anfängen handelte es sich um reiskornähnliche Zuchtperlen mit einer sehr unruhigen Oberfläche und niedrigem Lüster. China hat jedoch in der Qualität der Süßwasser-Zuchtperlen eine erstaunliche Entwicklung hinter sich. Fast runde Perlen bis zu 14 mm Durchmesser mit einem sehr guten Lüster sind heute bereits auf dem Markt zu finden.

Züchtung der Süßwasser-Zuchtperlen
"Hyriopsis schlegeli" ist die am meisten verwendete Süsswassermuschel und stammt aus der Familie der Unionide. Die Aussenseiten sind gewöhnlich braun, die Innenseiten jedoch glatt und weiss. Die Maximalgrösse dieser Muschel kann 30 mal 20 cm betragen. Süsswasserperlen haben im Gegensatz zu Salzwasserperlen in der Regel keinen Perlmuttkern. Eine Ausnahme sind zumeist Perlen die größer als 8 mm sind. Bei der Züchtung kann eine einzige Muschel mit 20 bis 60 Gewebestückchen bestückt werden. Nach ca. eineinhalb Jahre sind die Perlen ca. 3 mm gross. Nach drei Jahren können bereits 7 mm erreicht werden. Grösser als 7 mm werden Süsswasserperlen nur dann, wenn sie länger als vier Jahre in der Auster sind. Anfang der 60er Jahre wurden die ersten kernlosen Süßwasserzuchtperlen, die "Biwakoperlen", heute Biwa-Zuchtperlen gezüchtet und in den Handel gebracht.Hierbei wurden bis zu 30 kleine Stücke fremdes Epithelmaterial in die Muschel Hyriopsis Schlegeli eingepflanzt. Diese Perlen sind meist barock, bis unförmig, (Reiskorn) da kein runder Kern eingepflanzt wurde. Durch verbesserte und veränderte Zuchtverfahren ist es inzwischen möglich, semirunde Perlen bis zu 14 mm Größe mit feinem Lüster zu züchten. Dazu werden geerntete Perlen mit neuem Epithelmaterial ein zweites oder auch drittes Mal in eine Perlauster eingepflanzt. Das Ergebnis sind Perlen von schöner Qualität, in den Farben silberweiß, leicht creme, lachsfarben, bis zum dunklen Aubergine.
The Jedoch kann durch dreimaliges Einsetzen die Perle wieder eine unregelmäßige Form bekommen, sie kann auch vollkommen Bizarr werden (Flatperlen) und an der Schaleninnenseite festwachsen. Diese großen fantasievollen Gebilde in verschiedenen Farben lassen sich für Schmuckzwecke hervorragend weiterverarbeiten. In neuerer Zeit werden Süßwasserperlen auch mit Kern gezüchtet, sie haben eine leicht ovale, bis vollrunde Form, leicht cremefarben, und sind der japanischen Salzwasserzuchtperle sehr ähnlich. Die Perlauster Hyriopsis Schlegeli kann in ihrer Lebenszeit bis zu 80 Jahre alt und mehrmals zur Perlenzucht verwendet werden. Sie stirbt nach der Ernte nicht ab.

 

 

Klassifikation und Qualität
Die Qualitätsbestimmung von Süßwasser-Perlen beruht auf der Klassifizierung ihres Größe, Form, Farbe, Lüster, Oberfläche, Schichtdicke und Zusammenstellung von Perlen. Die Bewertungsfaktoren Größe und Farbe spielen dabei eine untergeordnete Rolle, da sie nicht als Maßstab herangezogen werden können. Bis heute gibt es allerdings kein einheitlich anerkanntes Bewertungssystem für Perlen, jedoch wird häufig auf das Bewertungssystem des GIA (Gemological Institute of America) zurückgegriffen. Das GIA-System klassifiziert Süßwasser-Zuchtperlen in die Klassen: A, A+, AA, AA+ und AAA.

AAA: Perfekt rund, exzellenter Lüster, Schichtdicke mindestens 0,7mm oder größer, 95% frei von Wachstumsmerkmalen, hervorragende Zusammenstellung der Perlen.
AA+: Perfekt rund, exzellenter Lüster, Schichtdicke mindestens 0,5mm, 90% frei von Wachstumsmerkmalen, hervorragende Zusammenstellung.
AA: Fast rund, sehr guter Lüster, Schichtdicke mindestens 0,35mm, 80% frei von Wachstumsmerkmalen, sehr gute Zusammenstellung.
A+: Unrund bis fast rund, guter Lüster, Schichtdicke mindestens 0,2mm, 70% frei von Wachstumsmerkmalen, gute Zusammenstellung.
A: Unrund bis fast rund, wenig bis guter Lüster, weniger als 0,2mm Schichtdicke, 60% frei von Wachstumsmerkmalen, gute Zusammenstellung.

Form und Farbe
Da sie eine breitere Vielfalt an Farben, Formen, und Größen aufweisen als jede andere Perlenart, werden Süßwasserperlen häufig in fantasievollen Schmuck-Designs verwendet. Zusätzlich zur traditionellen weißen Körperfarbe kommen diese Perlen in einem Regenbogen von wunderschönen Naturfarben wie Lavendel, Apricot, Mauve, Silbrig und Rosé. Chinesische Süßwasserzuchtperlen werden in einer Vielzahl von Formen und Farben gezüchtet. Weiß, Creme, Apricot, Mauve und Pink und Lavendel sind typische Naturfarben. Desweiteren findet man Grau und Schwarz gefärbte Süßwasserperlen auf dem Markt. Ihre verschiedenen Formen kommen in oval, reiskorn, button, flach, barock, gerillt, länglich und rund vor. Die rundesten Süßwasserperlen sind allerdings fast nie vollkommen kugelförmig, da sie in der Regel ohne Kern gezüchtet werden.

Größe
Durch ihre Vielfalt in Form, Farbe und Größe sind Süßwasserperlen sehr beliebt und werden von 1 bis 14 mm groß. Ihre durchschnittliche Größe liegt jedoch bei 4 bis 5 mm. Als absolut selten gelten Süßwasserzuchtperlen mit einer Grösse von über 10 mm.

Oberfläche
Bei runden Süßwasserzuchtperlen auf dem Markt ist die Oberfläche bedingt durch die Menge bei der Zucht fast makellos. Bei größeren Süßwasserzuchtperlen über 10 mm können Rillen beobachtet werden, die aussehen wie bei Südsee-Zuchtperlen

Tipps zum Süßwasser-Perlenkauf
Für uns ist der Lüster einer Perle das wichtigste Qualitäts-Kriterium. Um Perlen beurteilen zu können, raten wir Ihnen die Perlen von einer gewissen Distanz (z.B. vor dem Spiegel) und nicht aus nächster Nähe zu betrachten. So können Sie am besten den Lüster einer Perle beurteilen. Das nächste wichtigste Qualitätskriterium ist für uns die Form und Größe der Perlen. Runde Perlen mit schönem Lüster sind allerdings extrem teuer. Falls Sie sich perfekt runde Perlen mit hohem Lüster nicht leisten können, empfehlen wir Ihnen Perlen in einer weniger teuren Form und Größe zu wählen, bevor Sie Perlen mit mattem Lüster den Vorzug geben. Oberflächenbeschaffenheit bewerten wir mit 30%; Lüster mit 70% der Gesamtqualität einer Perle. Kleine Unreinheiten & Wachstumsmerkmale sehen wir nicht als Mangel, sondern als Ausdruck der individuellen Schönheit einer Perle. Natur ist nie perfekt & sollte es auch nicht sein. Leider müssen wir zunehmend feststellen, daß Erwartungen von Käufern bezüglich Zuchtperlen oft nicht der Realität entsprechen & perfekt runde Perlen ohne jeglichen Makel für Preise erwartet werden, die absolut unrealistisch sind & den Wert der Perlen in keinem Maße wiederspiegeln. Jeder der eine perfekte Perle erwartet bzw. möchte, raten wir zum Kauf von Imitationen, welche perfekt maschinell hergestellt werden können.

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